Montag, 7. Juni 2010

Malaysien als Reise

Da der Transfer nach Malaysien sehr einfach ist (kleine Fähren, Brücken, kein Visum), kann man gut übers Wochenende von Singapur reisen.
Der Löwenanteil des Verkehrs zwischen den Staaten geht über den Causeway, eine Brücke über die Seestrasse von Singapur nach Johor Bahru im Süden Malazsiens. Auch Grenzgänger benutzen diesen Weg, wohl mit der Motivation des unterschiedlichen Preisniveaus. Auch Wochenend-Hardcore-Shopper nehmen dieselben Strapazen (Staus vor der Immigration) auf sich.

Johor Bahru



Eine kleine Fähre geht auch von Changi Village (nahe von mir). Eine Stunde mit dem Holzfloss unten, und man ist an der ruhigen Küste mit einigen Fischerdörfchen, Meeresfrüchten und Velofahrern.



Das wahnsinnige aber sind die kleinen Inseln an der Ostküste. Ich war auf Pulau Redang, im Nordosten. Eine kleine Inseln mit einigen Bungalow-Resorts, viel Wald und einem traumhaften Strand. Ein paar Schritte ins glasklare Wasser und schon schwimmen einem die Fische um die Füsse. Weiter aussen, gibts Korallen. Noch weiter aussen gibts Boote und Fähren. Doch die Fähre ging kaputt auf meinem Rückweg und wir mussten auf eine Neue warten, schaukelnd.
Die Insel sieht dann so aus:



Die (zweite) Fähre legte dann in Kuala Terangganu an, von wo wir mit dem Mietauto durch die Landschaft trödelten. Eine schöne Küste, Wasserfälle und einen riesigen Stausee gibts da.

Montag, 31. Mai 2010

Malaysien als Geschichte

Malaysien ist nicht nur geografisch, sondern auch geschichtlich sehr nahe mit Singapur verbunden.

Beide waren zusammen unter britischer Herrschaft, bevor diese durch die (noch härtere)japanische abgelöst wurde. Beide zusammen wurden 1963 unabhängig und in die Malaysische Föderation entlassen, wo Singapur aber nach zwei Jahren schon wieder ausgeschlossen wurde und seine Unabhängigkeit erklärte.

Während Malaysien weiter innere Konflikte austrug musste Singapur nun seinen eigenen Weg suchen, geprägt durch Mangel an Platz, Arbeitsplätzen, Rohstoffen, Verbündeten, ethn. Homogenität... Über diesen beispiellosen Weg Singapurs als Stadtstaat zu schreiben, werde ich bestimmt später noch Gelegenheit finden. Bestimmt kann man Singapur heute nicht mehr als Teil von Malaysien bezeichnen. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind sehr unterschiedlich.
Malaysien als rohstoffreiches Land ging einen traditionellen Weg als Monarchie, stark muslimisch geprägt und dadurch auch durch viele Konflikte mit der Chinesischen Minderheit geprägt.

[Bild] Blitz über Kuala Lumpur

Montag, 26. April 2010

Esplanade und die Doppelhelix

The Esplanades ist eine Flaniermeile an der Marina Bay im Süden Singapurs. Rundherum gibts Theather, Oper, feine Restaurants (für Chili Crab und Okonomiaki) und Sicht auf die Bucht und ihre neuen Bauten.

The Esplanades

Freilichtbühne mit Koreanischen Trommlern


Skyline um Clarke Quay mit Hotel und Bankgebäuden

In dieser Region wird sehr viel und sehr extravagant gebaut. Die U-Bahnstation ist erst einige Tage offen und rundherum entstehen neue Gebäude. Als Link zwischen ihnen wurde dieses Wochenende die Doppelhelix eröffnet, eine Fussgängerbrücke über die Bucht. Es gab eine riesige Menschenansammlung, denen eine Show geboten wurde und die dann schlussendlich am Abend die Brücke überqueren konnten. Beim näher kommen, war ich ziemlich fasziniert von der Brücke.
Die Verarbeitung aller Verbindungen dieser Edelstahlkonstruktion erstaunt. Sehr schön gemacht, organisch. Und doch kann uns die Struktur der Helix auch daran erinnern, dass die Baukunst vielleicht nur eine Kopie der Natur versucht. In der Nachahmung ist sie stets unvollendet, und doch eifrig, von ihrem Vorbild der Natur zu lernen.

Treten sie näher...